Bombig: „Ben Wild und Band“ – Festival "Ankum-Live" bald zehnjährig und etabliert

MadDoxxx lässt Wehmut zurück - Uguess bleibt Uguess – Route 66 ist in Ankum eigentlich zuhause

Bombig: „Ben Wild And The Wild Band“ im Hotel RamingAnkum. (fr) Es ist ja schon erstaunlich, was man so alles „ergooglen“ kann. Via Internet fand Hotelier Stefan Raming die Band, die sich als Newcomer des Festivals "Ankum-Live" direkt akrobatisch in die vordersten Ränge der Kneipenmeile reihte oder sogar alles topte.

Meisterhaft holte die Band um den Londener Ben Wild den „Rock 'n Roll“ der Fünfziger - wenn auch ohne Petticoat -  zurück ins Ankumer Dorfleben und schlug wild und kaum berechenbar die Brücke ins musikalische 2010. Mit Darbietungen, die den Raum sprengten und alle Grenzen zwischen der Bühne, den sich drängenden Gästen und den Tanzfreudigen auflösten.

MadDoxx kommt nicht wieder? Schau'n wir mal...In der Musik- und Sportsbar „Brothers“ bedankte sich die Leipziger Cover-Band MadDoxxx mit einem absolut, wirklich absolut bemerkenswerten Auftritt bei den Fans der Ankumer Kneipennacht und ließ dann am Ende ein Stück Wehmut zurück. Denn wie es heißt, kommen sie nicht wieder.  Aber das sagten schon viele...und am Samstag verlor im „Brothers“ - via Sky - auch der FC Bayern gegen Mainz 05....also schau'n wir mal.

Kurz nach Mitternacht und mit schwenkenden Wunderkerzen dankten die Fans vor dem Ristorante Lucchese der Band Uguess – die auch mit neuem Bassisten und Drummer immer noch echt Uguess ist - für ihr Comeback zur Ankumer Kneipenmeile. Im ständig vollem Zelt und als Zugabe zum grandiosen „“Rock´n Power“ hatten sie da zwischenzeitlich bereits einen kleinen Sprachkurs „Pfälzisch“ absolviert.  Also was heißt gleich noch: "Mehr fäään uns soooo"?

Sprachkurs "Pfälzsisch" inclusive - Uguess am Ristorante LuccheseIns Franzkenpatt kehrte mit „Route 66“ ein gutes Stück musikalische Heimat zurück und auch in den anderen Lokalen, die auf das Vertraute setzten, herrschte stetiger Hochbetrieb. Ob im Gasthaus Düker mit „Live it up“, im Landhotel Schmidt mit „Starlights“ , im Alten Gasthaus Bergmann mit der „Music Family“, im Kassandra mit “The Watsons“ oder im Hotel Billenkamp mit „Rocktools“, allenorts war „die Hütte voll“.  

Dass sich von Jahr zu Jahr weniger Gäste während der Kneipennacht auf den 800 Metern Straße zwischen den 9 Kneipen drängen, nehmen viele Besucher unterdessen als einfache Folge des Erfolgs der Kneipenmeile hin. Das Festival „Ankum-Live“ ist nicht mehr das neue und  „spektakuläre“ dörfliche Musik-Live-Erleben,  sondern nach 9 Jahren ein fest etabliertes Musikereignis, dessen Besuch längst gut geplant wird. Route 66 - Auf der Ankumer Kneipenmeile längst gut zuhauseMan geht heute eher in ausgesuchte drei oder  vier Kneipen und je nach Vorliebe zu den bekannten oder den neuen Bands, statt wie zu Anfangszeiten von Gasthaustür zu Gasthaustür zu ziehen.

Und doch fehlte  den Besuchern etwas auf der Straße. Denn die Sackpfeifer beziehungsweise Dudelsackspieler, die im vergangenen Jahr auf der Ankumer Kneipenmeile begeisterten, hatten sehr kurzfristig abgesagt und wurden ebenso sehr vermisst.

Für das kommende 10. Ankumer Kneipenfestival im nächsten Jahr, sehen die beteiligten Gastronomen übrigens bereits ein ganz besonderes Bonbon für die stets weit mehr als tausend Gäste vor. 

Man darf sich also auch deswegen schon jetzt auf Ankum-Live 2011 freuen.

Weiterlesen:
> Beitragsreihe „Ankum-Live“
> Ankum-Live – Die Homepage

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