Forschungen fortsetzen!
Montag, den 28. Juni 2010 um 21:02 Uhr
Ankum. (opm) „Die Funde im Bereich der Ankumer Kirchburg sind von großem historischen Interesse. Die Grabungen und Untersuchungen sollten unbedingt fortgesetzt werden." Dieses Fazit zog der SPD-Landtagsabgeordnete Claus Peter Poppe, nachdem er sich zusammen mit Parteifreunden ausführlich von Pfarrer Bernd Heuermann über den aktuellen Stand hatte informieren lassen.
Dieser hatte engagiert und kenntnisreich die Vorgeschichte und den Verlauf der Ausgrabungen vorgestellt und die Bedeutung der verschiedenartigen Funde erläutert. Nicht die Funde aus der Zeit um 4000 v. Chr. seien die eigentlich überraschenden, sondern die Hinweise auf das Vorhandensein einer sozialen Oberschicht in der Zeit des Übergangs vom Früh- zum Hochmittelalter. Es verdichteten sich die Anzeichen dafür, dass die These, dieser Standort sei in der Zeit der Ottonen eine der kaiserlichen Pfalzen gewesen, jedenfalls sehr ernsthaft diskutiert werden müsste. Immerhin, so erfuhren die beeindruckten Zuhörer, würden die Ankumer Ausgrabungen sowohl bei der Ausstellung zum Thema Pfalzen in Bern im Jahr 2011 als auch bei der Ottonenausstellung in Magdeburg im Jahr 2012 vorgestellt werden.
„Nicht nur für die Kirchen- und Regionalgeschichtsschreibung, auch für Wirtschaft und Tourismus sind solche Forschungen von enormer Bedeutung", kommentierte zum Abschluss der Gespräche der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hubert Meyer. Er sagte nachhaltige Unterstützung vor Ort zu. Und Claus Peter Poppe machte deutlich, dass er das Projekt im Rahmen seiner Möglichkeiten auf Landesebene, im Bistum oder etwa bei Stiftungen wie der Volkswagenstiftung ebenfalls aus voller Überzeugung befördern werde.
Quelle: Büro MdL Claus Peter Poppe
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