Ferien in Ankum ohne Hochhäuser

Seit 30 Jahren machen Rheinländer Urlaub bei Schmidts in Tütingen

Blumen vom Bürgermeister. Für die Treue  zum Ferienort Ankum bedankte sich Ferdinand Borgmann mit einem blumigen  Geschenk. (Foto: Thomas Oeverhaus)Ankum. (to) Seit exakt 30 Jahren verbringt die „Großfamilie" Krogmeier aus Düsseldorf ihren Urlaub auf dem Ferienhof Schmidt in Ankum-Tütingen. Wegen der langjährige Treue zur Ferienregion Ankum kam eigens Bürgermeister Ferdinand Borgmann auf den Hof Schmidt, um ein kleines „Danke-schön-Präsent" seitens der Gemeinde Ankum an die Dauergäste zu überreichen.

In der „besten Stube" bei Schmidts hatte man es sich zur besten Frühschoppenzeit zu diesem Zweck gemütlich gemacht. Auf dem Tisch liegt das dicke Gästebuch des Ferienhofes Schmidt, in dem am 29. März 1980 der erste Eintrag der Familie Krogmeier zu lesen ist. „Über Bekannte wurden wir damals auf Ankum und den Ferienhof Schmidt aufmerksam", erinnert sich Krogmeier senior.

Die im Rheinland ansässigen Familienmitglieder hatten bei der Auswahl ihres neuen Ferienortes ein entscheidendes Kriterium, welches unbedingt eingehalten werden musste. Im auserwählten Ferienort dürfe es keine Hochhäuser geben! „Die gibt es in Ankum auch nicht", so lautete damals die Antwort von Maria Schmidt, dass reichte seinerzeit für die Entscheidungsfindung. Vor 30 Jahren verewigten sich die Familien Nowak und Krogmeier  erstmals in dem Gästebuch des Tütinger Ferienhofes Schmidt.Eigentlich hatten die beiden Familien ursprünglich geplant, jedes Jahr ein neues Feriendomizil zu suchen. „Aber es hat uns hier auf Anhieb so gut gefallen und gefällt uns immer noch, dass aus dem einen Jahr mittlerweile 30 geworden sind", war von den treuen Gästen aus Nordrhein-Westfalen unisono zu vernehmen. 

Die hügelige, parkähnliche Landschaft rund um Ankum, die weitläufigen Wälder und zahlreichen Wanderwege, das touristische Angebot nicht zuletzt das herzlich-familiäre Verhältnis zu Schmidts hatten sie in den letzten drei Jahrzehnten immer wieder den Weg ins Osnabrücker Land einschlagen lassen. Mittlerweile ist schon die dritte Generation aus der Großfamilie als „Dauer-Urlauber" auf dem Ferienhof Schmidt in Tütingen zu Gast. Ein besonderes Lob mit aktuellem Bezug hatten die Gäste aus dem Rheinland beim kleinen Empfang in Schmidts bester Stube für Bürgermeister Ferdi Borgmann auch noch parat. Zwei markante Besonderheiten des staatlichen Erholungsortes Ankum: Der Kirchturm des „Artländer Doms“ und eine Vielzahl von Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste und Touristen. (Foto: Thomas Oeverhaus)Die Neugestaltung der Anlagen rund um den Ankumer See sei eine echte Augeweide. „Das ist dort wirklich toll geworden, ein echtes Schmuckkästchen für Ankum", so lautete die übereinstimmende Antwort der Krogmeiers: „Wir werden auch Ankum weiterhin die Treue halten", versprachen die Rheinländer, die mit Großeltern, zwei Kindern samt Ehepartnern und Enkelkinder nach Ankum kommen, worüber sich nicht nur der Bürgermeister sehr freute.

Als einer der ersten Betriebe in der Region hatten Schmidts auf ihrem Hof in Ankum-Tütingen schon Mitte der 1970er-Jahre Übernachtungsmöglichkeiten unter dem Motto „Ferien auf dem Bauernhof" angeboten. Mittlerweile hat sich der landwirtschaftliche Vollerwerbsbetrieb als nachgefragten Ferienhof in der Region etabliert. In den vergangenen Jahren erlebte der Tütinger Betrieb diverse Renovierungen, Aus- und Umbauten sowie den Neubau einer eigenen Reithalle. Der Erholungsort bietet den Besuchern zahlreiche   Sehenswürdigkeiten und Angebote - Hochhäuser jedoch nicht (Foto: Thomas   Oeverhaus)Entlang der Landesstraße 70 hat sich in den vergangenen Jahren die „Ankumer Ferienhof-Straße" etabliert, dort bieten insgesamt sechs landwirtschaftliche Betriebe „Ferien auf dem Bauernhof" an.

Das kommt nicht von ungefähr. Im Regionalen Raumordnungsprogramm ist der Gemeinde Ankum auch der Bereich „Erholung" zugewiesen. Der Faktor Fremdenverkehr und Tourismus spielt für die Kommune seit Jahren eine immer wichtigere Rolle. In den 220 Hotelbetten werden jährlich durchschnittlich 24.000 Übernachtungen registriert, damit nimmt Ankum im Norden des Osnabrücker Landes eine absolute Spitzenstellung ein. Dazu kommen noch die Übernachtungszahlen der Ferienbauernhöfe und rund 50.000 Übernachtungen allein auf dem gemeindlichen Jugendzeltplatz in Aslage.  Kein Wunder also, dass die wirtschaftliche Seite der „Tourismus-Medaille" auch in der Ferienregion Ankum eine beachtliche Bedeutung hat, denn nach der Automobil- und Elektroindustrie liegt der Tourismus in Sachen Bruttoumsatz bundesweit auf Platz drei.

Den Krogmeiers aus dem Rheinland sei Dank.

> Bild:  Gästebuch-Eintrag im Großformat

Weiterlesen:
> Der Ferienhof Schmidt - Die Homepage

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