Vorm Kartoffelhaus hängt das fehlende Dach in der Schwebe
Geschrieben von: Franz Raschke Sonntag, den 23. Mai 2010 um 02:07 Uhr
Ankum. (fr) Seit Monaten laufen am Ankumer Kartoffelhaus die Vorbereitungen für das wohl größte Medienereignis dieses Jahres: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Der Biergarten wurde rustikal aufgepeppt, der neue Grill wurde zu einem wahren Schmuckstück und der „Afrika-Strand" muss nur noch per LKW kommen. Doch über der neu erdachten großen Außenterrasse prangt noch immer herrlich schön der blaue Himmel.
Ein offen stehendes Firmament, welches dem Hausherren momentan die Ruhe raubt. Denn oberhalb der bereits behördlich genehmigten Terrasse, die derzeit noch als Parkplatz dient, soll noch rechtzeitig zur Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft eine Lichtkuppel die Gäste des Restaurants vor möglichen Niederschlägen schützen; getragen auch von einer halbhohen Sandsteinmauer, die den Platz von der Bundesstraße trennt. Passend zum altdeutschen Ambiente des Hauses mit den althergebrachten Mauerwerken. Selbst an einen bei Bedarf nutzbaren Lärmschutz wird gedacht.
Passanten des Restaurants brauchen momentan aber noch viel Phantasie, um sich die mittels einer Holzkonstruktion überdachte Terrasse vorzustellen. Denn jenseits der Pläne fehlt derzeit noch jeder handfeste Beleg für dieses Bauvorhaben. Beginnend mit der noch immer ausstehenden Baugenehmigung, an der in den Amtsstuben der Gemeinde Ankum, der Samtgemeinde Bersenbrück, des Landkreises Osnabrück und des Straßenbauamtes Fürstenau engagiert gearbeitet wurde und wird.
„Es gibt keine Bosewichter in diesem Krimi," notiert Kartoffelhaus-Chef Axel Hüttmann angesichts der noch fehlenden Baugenehmigung. "Die Ämter arbeiten mit Hochdruck, aber die Sorgfalt braucht wohl ihre Zeit." Jene Zeit eben, die das ehrgeizige Vorhaben des Bauherrn nun zu einem mehr als nur spannenden Geschehen noch vor dem WM-Start werden lässt.
Unter dem aber fraglos kommenden, lichtdurchlässigen Terrassendach sieht das Ankumer Kartoffelhaus auch jenseits der WM-2010 regelmäßige Veranstaltungen unterschiedlicher Art vor. Nach den drei Jahren mit der Großveranstaltung „Ankum Sucht Den Superstar" auf der Freilichtbühne, möchte Hüttmann zukünftig jedoch eher 'zurück in die Stube'. „Wir wollen kleiner werden", formuliert er als Grundsatz und denkt dabei vor allem an das Wohlfühlen der Gäste, die vergleichbar spannende Show-Ereignisse wie 'ASDS' oder demnächst auch Abende mit Livemusik, lieber in einer überschaubaren Atmosphäre genießen. Am Prinzip „kostenloser Eintritt" soll dabei nicht gerüttelt werden.
In diesen Tagen aber treten diese Überlegungen erst einmal noch weit hinter jenem Krimi zurück, den der Zeitplan bis zur Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft am 11. Juni schreibt. Denn selbst wenn die Baugenehmigung, wie behördlich in Aussicht gestellt, in den nächsten Tagen in den Briefkasten an der Bersenbrücker Straße 21 einkehrt, ist das Gelingen des doch aufwendigen Bauvorhabens bis zum Eröffnungsspiel nur noch schwer zu schaffen.
„Wir werden kämpfen", sagt Hüttmann, und das nimmt man ihm auch ab. Doch es sei möglich, dass die ersten Live-Übertragungen der Spiele der deutschen Mannschaft den Gästen noch auf einer Großbild-Wand im bisherigen altdeutschen Biergarten angeboten werden. Natürlich einhergehend mit dem längst feststehenden Rahmenprogramm, gleich neben dem Afrika-Strand.
Wünschend, dass es mit der Lichtkuppel über dem dann größten Ankumer Biergarten doch noch rechtzeitig klappt, startet Ankum-Online.de nun einen Baustellen-Report, um fortlaufend über die Fortschritte des Vorhabens zu berichten. Also: In Kürze mehr.
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