Ankum sichert sich langfristig eine wertvolle Auszeichnung
Geschrieben von: Franz Raschke Freitag, den 21. Mai 2010 um 09:41 Uhr
Ankum (fr) Mit einer bemerkenswerten Konsequenz und Zügigkeit verfolgt die Gemeinde Ankum den 2004 erstmals erfolgreich beschrittenen Weg, sich mit der Auszeichnung „Staatlich anerkannter Erholungsort" Besuchern aus aller Welt zu empfehlen und dem bedeutsamen Wirtschaftszweig Tourismus in der Samtgemeinde den Rücken zu stärken.
Nachdem durch eine Änderung der Rechtsvorschriften eine neue Bewerbung um die im Jahr 2004 erstmalig erteilte staatliche Anerkennung als Erholungsort notwendig wurde, hatte sich die Gemeinde Ankum abermals intensiv um das Prädikat bemüht und durfte nun, während einer kleinen Feier am gestrigen Vormittag, die zugehörige amtliche Urkunde entgegen nehmen.
Als Gäste der Urkundenverleihung im See- und Sporthotel, begrüßte Bürgemeister Ferdinand Borgmann vornehmlich Franz-Josef Sickelmann und Helge Ihnen von der Regierungsvertretung Oldenburg sowie Johannes Koop als Ersten Samtgemeinderat. Herzlich willkommen waren ebenso Hedwig Krümpelmann und Michael Wübben als Vertreter der Gemeindeverwaltung, wie auch Thomas Krause als Bürgervertreter und eine kleine Schar Ankumer Ratsherren.
In seiner Begrüßungsansprache beschrieb Borgmann die große Bedeutung des Prädikats „Staatlich anerkannter Erholungsort" für die Gemeinde. Das Prädikat zeige auf, dass in Ankum landesweit gültige Qualitätsstandards im Bereich Touristik gesichert seien und der Gast Aufenthaltsbedingungen vorfinde, die ihm den Erfolg seiner Erholung garantierten. Ankum sei im Rahmen der Standards wie Infrastruktur, Gastronomie, Hotellerie und Freizeitangeboten gut aufgestellt, überzeuge mit Gastfreundschaft, Service- und Familienfreundlichkeit,. und sei Mittelpunkt einer gepflegten Kulturlandschaft. Die Bedeutung des Tourismus für die Gemeinde Ankum sei auch an den Kenndaten des Jahres 2009 abzulesen. Bei rund 45.000 Übernachtungen und rund 55.000 Tagesgästen ließe sich ein Kaufkraftzufluss in der Höhe von 4 Millionen Euro errechnen.
Franz-Josef Sickelmann gestand als Leiter der Regierungsvertretung Oldenburg im Anschluss zu, dass der Landesregierung die neuerliche Prädikatisierung Ankums leicht gemacht worden sei. Er freue sich, jener Gemeinde, die im Jahr 2004 als letzte Gemeinde im Bereich Weser-Ems das Prädikat alten Rechts erhielt, nun als erste Gemeinde im Osnabrücker Nordland die Urkunde gemäß neuer Vorschriften überreichen zu dürfen.
Durch das Miteinander von Gewerbe, Gemeinde und Ehrenamt, würde der Tourismus in Ankum gelebt und mitsamt des Ortsbildes, der gepflegten Atmosphäre, dem Pferdesport und der besonderen Gastlichkeit, nehme Ankum einen Spitzenplatz unter den Erholungsorten in Niedersachsen ein.
Den Glückwünschen zur neuerlichen Anerkennung schloss sich im Namen der Samtgemeinde Bersenbrück auch Johannes Koop an. Die Gemeinde Ankum sei auf dem richtigen Weg. Für die erfolgreiche Zukunft wesentlich sei auch die Verfolgung von Handlungsfäden, wie sie sich aus den ILEK-Regonalmanagement und verschieden Projekten ergeben.
Mit einem kleinen Imbiss aus der Küche des See- und Sporthotels endete bald darauf die feierliche Urkundenverleihung, die sich übrigens so rasch nicht wiederholen dürfte. Denn die jetzige Anerkennung, so bemerkte Helge Ihnen am Rande, gelte praktisch unbefristet. Eine Bescheinigung zur Rattenfreiheit müsse jedoch im Dreijahrestakt eingereicht werden.
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Hintergrund:
Doch schon kurz darauf, im Jahr 2005, stellte der Gesetzgeber neue Hürden auf. Mit der Änderung der Kurverordnung und weiterer Vorschriften wurden die Anforderungen des Prädikats erhöht und bisher erteilte Anerkennungen verloren ihre Gültigkeit; falls nicht ein neuer Antrag gemäß neuem Rechts wieder zur Anerkennung führt.
Für die Gemeinde Ankum, die im Jahr 2004 als letzte Gemeinde im Bereich Weser-Ems die Anerkennung nach altem Recht erhalten hatte, war diese Infragestellung der Anerkennung innerhalb so kurzer Zeit sicherlich auch ein kleines Ärgernis.. Mit dem konsequent verfolgten Neuantrag darf sie sich nun aber rühmen, die erste Gemeinde im Osnabrücker Nordland zu sein, die auch nach den neuen Vorschriften das Prädikat: „Staatlich anerkannter Erholungsort" verdient.
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