Der „Ankumer Stummel" wird wohl in die Dorffestgeschichte eingehen

12 Meter Dorffestbaum schlugen plötzlich zu Boden – Viel Glück im richtigen Moment

Mit vereinten Kräften gab man sich daran, den 12 Meter langen Baum aufzurichten.Ankum.(fr) Auch 40 Minuten später, als Thomas Krause und Bürgermeister Borgmann das 29. Ankumer Dorffest offiziell eröffneten, saß der Schreck noch manchem Helfer oder Zuschauer in den Knochen. Nur den „Schutzengeln" unterhalb des Artländer Doms ist es wohl zu verdanken, dass beim Sturz des Dorffestbaumes niemand zu Schaden kam.

Dabei hatten sich die Organisatoren in diesem Jahr deutlich besser vorbereitet. Wurde das Aufstellen des 12 Meter langen und massiven Dorffestbaumes im vergangenen Jahr noch zu einer vielseitigen Physikstunde (wir berichteten), so lagen diesjährig von vornherein ausreichend Seile, Stangen und andere Hilfsmittel bereit, um den Stamm in die Senkrechte zu bringen. Nur gelingen wollte es dennoch nicht.Plötzlich drehte der Mast seitlich ab, rutschte von den Haltestangen und schlug mit Wucht zu Boden

Der Baum hatte gerade eine Neigung von etwa 60 Grad erreicht, als er samt Bodenhalterung plötzlich seitwärts schwenkte, von den Haltestangen rutschte, und mit voller Wucht zu Boden schlug. Ein an der Seite stehender Zuschauer blieb hierbei nur mit viel Glück unverletzt.

Es half nix: Mit einer Motorsäge wurde der Festbaum halbiert und zum "Ankumer Stummel"Nachdem sich der erste Schreck gelegt hatte, entschieden sich die Verantwortlichen, den etwa in der Mitte gebrochenen Stamm zu halbieren und somit gekürzt aufzustellen. Innerhalb einer halben Stunde war das Werk verrichtet und auch die jungen Leute vom Stammtisch „Kornaken" hatten den Baumschmuck innerhalb kurzer Zeit umgestaltet. Das Aufrichten des kurzen Dorffestbaumes bereitete alsdann auch keine Probleme mehr und von einem Kranz geziert, weisen nun handgebrannte Schilder auf die umliegenden Ankumer Ortsteile

Im Beisein der Vertreter der Gemeinde und der Ankumer Vereine eröffneten Thomas Krause als Vorsitzender der Werbegemeinschaft Freundliches Ankum und Bürgermeister Ferdinand Borgmann dann gegen 15:45 Uhr gemeinsam das 29. Ankumer Dorffest und  zeigten sich zuallererst sehr froh, dass beim Sturz des Festbaumes niemand zu Schaden kam. Nach dem Schrecken zu Beginn,  wünschten Thomas Krause (li.) und Bürgermeister Borgmann allen einen  schönen und abwechslungsreichen FestverlaufSie wünschten allen Beteiligten - trotz dieses Schreckens zu Beginn - einen schönen und abwechslungsreichen Festverlauf. Das umfangreiche Programm - am Abend startet erstmals die rot-weiße Partynacht - dürfte gewiss für allerlei Abwechslung und Vergnügen sorgen.

Nur kurze Zeit später hatten die Einheimischen an den Bierständen dann auch schon einen passenden Namen für den halbierten Festbaum gefunden. Als „Ankumer Stummel" soll er nun in die Dorffestgeschichte eingehen.

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