Kritik am CDU-Bürgermeister: CDU-Vorstand stärkt SPD/FDP den Rücken

Thomas Krause: „Solche Politik bremst die Zukunft aus"

Ankum. (fr) Mit einer Mitteilung im Bersenbrücker Kreisblatt vom heutigen Tage bestärkte der Vorstand der CDU-Ankum das bei vielen Beobachtern vorherrschende Empfinden, dass ein neues, gemeinsames Handeln christdemokratischer Akteure zugunsten der Gemeinde Ankum unverändert nicht absehbar ist.

Das Ankumer Rathaus - Die CDU stellt die MehrheitsfraktionSo unterstützt der CDU-Vorstand laut Mitteilung zwar den Vorstoß des Bürgermeisters und der Gemeinde Ankum, sich unter anderem an der „Quartiersinitiative Niedersachsen" (QIN) zu beteiligen, bemängelt jedoch „verwundert", dass „während der Planungszeit kein Gremium der Gemeinde mit dem Thema befasst gewesen sei", und schlägt damit exakt in die Kerbe jener Kritik am Handeln des CDU-Bürgermeisters, welche die SPD/FDP-Gruppe im Ankumer Rat unter anderem zum Anlass nahm, den Haushalt 2010 der Gemeinde Ankum abzulehnen. (Wir berichteten)

Hubert Meyer, Sprecher der SPD/FDP-Gruppe im Ankumer Rat, sah sich auch angesichts dieser unerwarteten Unterstützung seitens der CDU nicht veranlasst, Mitteilungen des CDU-Vorstandes zu kommentieren. Günther Kosmann, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Gemeinde Ankum, vermag unterdessen in der Betrachtung der Mitteilung eine Kritik am Handeln des Bürgermeisters gar nicht zu erkennen. Ebenso sei es auch nicht an ihm, in seiner Funktion als CDU-Fraktionsvorsitzender, zur Meinung des CDU-Vorstandes öffentlich Stellung zu beziehen.

Deutlicher wurde angesichts des Zeitungsartikels jedoch Thomas Krause, als Vorsitzender der Werbegemeinschaft „Freundliches Ankum". In zahlreichen und zeitaufwendigen Gespräche setzte er sich in den vergangenen Monaten gemeinsam mit anderen Vorstandsmitgliedern für eine Bewerbung um die QIN - Fördermittel zugunsten einer Stärkung des Ankumer Ortskerns ein, und schaut dabei bisher auf eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ankum und dem Bürgermeister Ferdinand Borgmann zurück.
Zentraler Anspruch der Förderung sei nun einmal die Begrenzung der Bewerbung auf „Quartiere", also eng begrenzter Bereiche im Ortskern. Die vom CDU-Vorstand in der Mitteilung geforderte Ausweitung der Bewerbung auf „alle Betriebe entlang der Hauptstraße und die des weiteren Ortskerns" sei mit dem Fördermodell überhaupt nicht in Einklang zu bringen. Dieses dürfte, so Krause, auch den erfahrenen Politikern im CDU-Vorstand hinreichend bekannt sein. „Eine solche Politik", wie sie aus der Mitteilung des Zeitungsartikels spreche, „bremse die Zukunft aus." Andere Orte in der Nachbarschaft hätten es sich da deutlich leichter gemacht und seien längst in den Genuss der Förderung gekommen.

Ankums CDU arbeitet unterdessen – wie oft bekundet – mindestens theoretisch weiter am Konzept „Ankum 2020".

Weiterlesen:
> Der Zeitungsartikel vom 22.04.10 im Wortlaut
> Baumaßnahmen gehen voran – QIN-Bewerbung läuft – Ankum bleibt Erholungsort
> Kein Geld für die Brücken – QIN-Bewerbung ging am Rat vorbei

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