„Tag der offenen Tür" war ein voller Erfolg

Fahrzeugübergabe an die Feuerwehr Ankum – Buntes Programm und Einsatz

Ankum. (to) Fahrzeugübergabe, Feuerwehrhausjubiläum und viele, viele Besucher: Am vergangenen Sonntag hatte die Ankumer Feuerwehr gleich mehrere gute Gründe, mit dem Verlauf des „Tages der offenen Tür" sehr zufrieden zu sein. Den ganzen Tag über nutzten viele Interessierte die Möglichkeit, sich beim Feuerwehrhaus an der Loxtener Straße zu informieren.Während des Gottesdienstes in der   Fahrzeughalle erfolgte die kirchliche Segnung des geschmückten neuen   Einsatzfahrzeugs durch Pastor Bernd Heuermann.

Aus Anlass der kirchlichen Segnung des neuen Tanklöschfahrzeugs (TLF) fand das sonntägliche Hochamt nicht in der St.-Nikolaus-Kirche statt, sondern wurde in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses gefeiert. Pastor Heuermann bezog in der Messfeier immer wieder die Arbeit der Feuerwehren in den Focus, zu der auch entsprechende Gerätschaften und Fahrzeuge unbedingt nötig seien.

Vor der kirchlichen Segnung des neuen TLF 16/24 übergab Samtgemeindebürgermeister Dr. Michael Lübbersmann den symbolischen Fahrzeugschlüssel an Gemeindbrandmeister Günther Welp, der wiederum reichte ihn an Ankums Ortsbrandmeister Ulrich Koddenberg weiter. Dieser nutzte die Gelegenheit, um sich für die Ersatzbeschaffung des 42 Jahre alten Löschgruppenfahrzeugs und für die konstruktive Zusammenarbeit bei der Samtgemeindeverwaltung zu bedanken.Samtgemeindebürgermeister Dr. Michael Lübbersmann (rechts) übergab   den symbolischen Schlüssel des neuen Tanklöschfahrzeugs an   Gemeindebrandmeister Günther Welp (mitte), der ihn dann letztlich an   Ortsbrandmeister Ulrich Koddenberg aushändigte.

Nach der offiziellen Segnung und Übergabe gab es für die vielen hundert Gäste reichlich Gelegenheit, sich bis in die Abendstunden über das Thema „Feuerwehr" zu informieren.

Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei auch aktive Vorführungen, so beispielsweise der richtige Umgang mit Feuerlöschern. Aber auch die verheerende Wirkung bei Fett- oder Friteusenbränden, wenn mit Wasser gelöscht wird, das Explodieren einer erhitzten Sprayflasche oder das Platzen eines Auto-Airbags sorgte für Aufsehen.

In einem völlig vernebelten Container wurde eindrucksvoll die Wirkungsweise der neuen Wärmebildkamera demonstriert, auch die Modellauto- und Fotoschau im Unterrichtsraum war sehenswert. Nicht zuletzt die große Kinderbelustigung – angefangen beim „Ziellöschen" mit der Handruckspritze, über Nagelschlagen, Hüpfburg, Schminkstand bis zum eigenen „Kinder-Kino" – stand bei den jüngsten Gästen ganz hoch im Kurs.Die  Vorführungen auf dem Außengelände des Feuerwehrhauses gingen  sprichwörtlich „heiß her“. Hier konnte man explodierende Sprayflaschen  oder auch  brennende Friteusen bestaunen oder auch selbst Hand an einen  Feuerlöscher anlegen.

Für die Versorgung der Gäste mit leckeren Sachen vom Grill, Getränken und einer großen Kaffee- und Kuchentafel sorgten die Feuerwehrmänner und ihre „besseren Hälften" in bewährter Manier, viele Besucher nutzten diese „lukullische" Gelegenheit, so dass die heimische Küche kalt bleiben konnte und der sonntägliche Spazierung zum Feuerwehrhaus führte.

Am frühen Nachmittag mussten sogar kurzzeitig drei Einsatzfahrzeuge zu einem Kaminbrand nach Eggermühlen ausrücken. Viele Besucher glaubten jedoch nicht an einen echten Einsatz, sondern vielmehr daran, dass das Ausrücken der Fahrzeuge zum geplanten Szenarium beim „Tag der offenen Tür" gehörte – was es aber nicht tat. So konnten die Gäste dann ganz nah und authentisch die Alarmierungs- und Ausrückphase „live" vor Ort erleben. Glücklicherweise entpuppte sich der Einsatz als überschaubar, so dass die drei ausgerückten Fahrzeuge relativ rasch wieder auf dem Hof platziert und besichtigt werden konnten.

Auch die Kinder kamen in Ankum beim „Tag der offenen Tür“ voll auf ihre Kosten."Unsere Mühen und Vorarbeiten haben sich vollauf gelohnt, die Besucherresonanz war toll. Wir sind mit der Veranstaltung rundum zufrieden", war am Ende des erlebnisreichen Tages von Ortsbrandmeister Ulrich Koddenberg und seinem Stellvertreter Hans Summe zu erfahren, die sich auch über den starken Besuch vieler benachbarter Feuerwehren sehr freuten.

Die an dem vergangenen Wochenende in Ankum auf einem Ausflug weilenden Kollegen der Feuerwehr Gehrden aus der Region Hannover hatten sich natürlich auch nicht den „Tag der offenen Tür" entgehen lassen, und waren mit fast 50 Personen zum Antrittsbesuch angetreten. Spontan vereinbarten die beiden Schwerpunktfeuerwehren einen „technischen Gedankenaustausch" auf Ebene einer Art Feuerwehr-Partnerschaft, eine Einladung zu einem Gegenbesuch in Gehrden, der im kommenden Herbst stattfinden soll, liegt bereits vor.

Fotos: Thomas Oeverhaus

Weiterlesen:
> Viele Gäste bemerkten erst spät: Dieser Alarm war echt!
> Weitere Berichte über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Ankum
> Die Homepage der Ankumer Feuerwehr

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