Palliativ-Care auf dem Weg in den stetigen Alltag des Altenheims
Geschrieben von: Franz Raschke Montag, den 05. April 2010 um 21:48 Uhr
Ankum. (fr) Wie in vorherigen Mitgliederversammlungen setzte sich der Förderverein des DRK Alten- und Pflegeheims Ankum auch in seiner jüngsten Versammlung am vergangenen Mittwoch, mit der Wirklichkeit im Haus Henry Dunant und aktuellen Fragestellungen der Altenpflege auseinander.
Die eingehende Beschreibung der Arbeit des Palliative-Care-Teams im Ankumer Altenheim bildete hierbei den dritten Vortrag einer losen Reihe, in welcher zuvor bereits das Wesen der Palliativ-Medizin sowie die enge Zusammenarbeit und Abgrenzungen zur Hospiz-Pflege und den Hospiz-Vereinen beschrieben wurde.

Im aktuellen Vortrag stellten nun Elfriede Haarannen und Karin Huster, beide absolvierten eine qualifizierende Zusatzausbildung und sind am Projekt maßgeblich beteiligt, die konkrete Arbeit im Alltag einer spezifizierten und erweiterten Pflege vor. Einer Pflege und Betreuung, die gezielt schwersterkrankten Heimbewohner und auch deren Angehörigen zuteil wird und schon in den Grundgedanken ein bewusstes Erarbeiten und Erhalten einer Abschiedskultur mit der Wahrung der Würde und der Wünsche des Einzelnen beeinhaltet..
Anhand einiger Beispiele wurde deutlich, dass eine Palliativ-Versorgung in der stationären Pflege zusätzlich zu Instrumenten wie der Aroma-Therapie oder einer individuellen musikalischen Begleitung, auch besondere organisatorische Anforderungen stellt. In die Betreuung der Schwersterkrankten muss auch eine stetige, sehr enge Zusammenarbeit zwischen allen beteiligen Personengruppen wie den Angehörigen, den Palliativmedizinern, Therapeuten, Hospizdiensten und der Seelsorge einfließen. Gerade die Bildung eines seelsorgerischen Netzwerkes ist eine wichtige und derzeit in Angriff genommene Aufgabe.
Jenseits dieses Vortrages berichteten Burkhard Dräger als Vorsitzenden und Edwin Anders als Kassenführer, von einem erfolgreichen Vereinsjahr, welches vor allem der Festigung des Fundamentes diente. Trotz des Ausbaus der finanziellen Grundlage für in Aussicht stehende Aufgaben, konnte der Verein dem Altenheim aber schon zweifach aushelfen. So wurden im vergangenen Jahr eine Tretlaubsäge und eine spezielle Anti-Dekubitus-Matratze angeschafft.
Im Zuge satzungsgemäßer Wahlen wurden jeweils einstimmig Thomas Buschermöhle (2. Vorsitzender), Kurt Wiesing (Beisitzer) und Nicole Köhne (Schriftführin) in ihren Vorstandsämtern bestätigt.
Im Hinblick auf die aktuellen Rahmenbedingungen der stationären Altenpflege erörterten die Vereinsmitglieder abschließend die Möglichkeiten einer Tagespflege im Hause und weiterer Baumaßnahmen im Verlauf der fortschreitenden Modernisierung des Wohnangebotes. Mit Sorge betrachtete Burkhard Dräger als Vorsitzender die geplante Schaffung neuer stationärer Pflegeplätze in Merzen, die zur Verschärfung des derzeit bestehenden Überangebotes betragen würde.
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