Ankumer Ballonteam genoss gigantischen Blick auf die Alpenkette

Mit den Mettingern zur 22. Montgolfiade im schwäbischen Bad Hindelang

Das fast komplette Team, da Fotograf nicht zu sehen. (Foto: Ballonteam Ankum)Ankum/Mettingen/Bad Hindelang.  (ad) Gut bekannt in Ankum ist, dass das Ballonteam Ankum fest mit zum Kreise der Ballonteams im Münsteraner und Osnabrücker Land zählt und dass im Laufe eines Jahres immer wieder Ballons am Ankumer See aufsteigen. Von den Winterreisen der Ballonfahrer weiß man aber oft nur wenig. Kürzlich erst zog es das Team mit den Mettingern zur . 22. Montgolfiade ins schwäbische Bad Hindelang.

Mit auf die Reise nach Bayern gingen zwei Heißluftballons, sowie die Teammitglieder  Bettina, Anna-Lena und Rainer Herkenhoff , Reinert und Elke Damnig, Thorsten Damnig, Klemens und Annette Hülsmann sowie Kathrin Degrell, die sich bei den insgesamt sechs Ballonfahrten in der Berglandschaft im Oberallgäu auf alle Eventualitäten einzustellen hatten. Koordination, Planung und Abstimmung während der 22. Montgolfiade im oberbayerischen Bad Hindelang

Denn wenn eine Alpenüberquerung möglich sei, müsse das Team auch entsprechend ausgerüstet sein, erläuterte  uns Rainer Herkenhoff als erfahrener Ballonpilot. So muss beispielsweise eine Sauerstoffanlage ab einer Höhe von 3600 Metern ständig getragen werden. Wichtig sei zudem eine sehr gut funktionierende Mannschaft bei der Verfolgung der Ballons.

Hinsichtlich der erhofften Alpenüberquerung bis nach Italien, machten dann aber zu geringe Windgeschwindigkeiten einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem aber brachten die Ballonfahrer unzählige, tolle Eindrücke mit zurück in die norddeutsche Tiefebene. „Bei den Fahrten war der Blick auf die Alpenkette einfach gigantisch“, berichtete Rainer Herkenhoff, und gab damit stellvertretend auch gleich die Begeisterung aller Teilnehmer weiter.. Links der Warsteiner Ballon des Teams am Startplatz

Herkenhoff hat als Pilot inzwischen 734 Fahrten mit insgesamt rund 2000 Fahrstunden hinter sich und fuhr bereits zweimal über die Alpen hinweg. Hierzu braucht es rund vier Stunden und in einer Höhe von 4500 und 5500 Metern, Geschwindigkeiten von 90 bis 100 Kilometern pro Stunde. Diese Voraussetzungen seien bei den jüngsten Touren des Teams leider nicht gegeben gewesen.  Im Übrigen herrschen in einem Ballonkorb hoch über den Bergen gemeinhin Temperaturen zwischen minus 20 bis minus 25 Grad. Eine frostige Kälte, die man als Ballonfahrer aber nicht bemerke, da man in diesen Höhen auch einer direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sei.

Der größte Ballon des Ballonteams Mettingen in voller Pracht auf weißem Grund
Im Unterschied zu Fahrten in hiesigen Gefilden müssten sich Ballonpiloten in den Alpen zudem auf mehr Waldbestand einstellen und ferner darauf achten, nicht direkt auf die Berge zuzufahren. Dieses könnten die Piloten aber nach einer entsprechenden Wetterberatung und Satellitennavigation eigentlich gut abschätzen. “Letztlich kommt es eben darauf an, noch vorausschauender zu fahren“, meint Rainer Herkenhoff zusammenfassend.

Als kleine Besonderheit schaffte es das Mettinger Ballonteam während der Montgolfiade im Oberallgäu übrigens, die Winde und Höhengeschwindigkeiten derart geschickt einzusetzen, dass sie gleich bei der ersten Fahrt wieder direkt am Startplatz nördlich von Sonthofen landeten. „Das nennt man dann auch ökonomisches Ballonfahren“, schmunzelt Herkenhoff.  Die Fahrt über eine imposante und herrlich schöne Alpenlandschaft
In besonderer Erinnerung wird dem Mettinger Piloten aber die letzte der sechs Fahrten bleiben:   „Wir hatten eine Sicht von etwa 50 bis 70 Kilometern. Deshalb konnten wir in entsprechender Höhe vom Bodensee bis weit hinter das Zugspitzmassiv bei Garmisch-Partenkirchen blicken.“

Der Tipp zum Schluss:
Wer nun Lust bekommen hat, erstmals oder endlich wieder einmal, mit einem Ballon aufzusteigen, erreicht das Ankumer-Ballonteam seit kurzem auch direkt unter der Internetadresse: www.ankum-ballon.de.
(Fotos: Ballonteam Ankum)

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