Im Büter'schen Rosenmontag gilt den Narren des Wirtes Wille wenig

Vergnügliche Gestalten und herrschaftliche Leute gaben sich im Hotel Billenkamp die Ehre (Foto: Privat)Ankum. (fr) Qausi per Narrenvolksentscheid und den Wirt nicht fragend, ergab sich daeinst vor unbestimmter Zeit, dass man sich je am feierlichsten Tage der fünften Jahreszeit im Ankumer Hotel Billenkamp einzufinden habe, um sich in aller Gemütlichkeit schelmisch zu vergnügen. Ein überaus treffliches Ansinnen der überfallenden Narretei, welches sich gestrig ungezählt jährte.

Als Überfall mochte der Einfall der Närrinnen und Narren gleichwohl am heutigen Vortag nicht mehr gelten, denn die Herrschaft des Wirtshauses gab sich wohl gewappnet mit Prunk und Musikus und hatte sich selbst eine eigene Uhrzeit erdacht: Um 18:00 Uhr sei der Überfall gewünscht.

Musikus Jens Grave aus dem nahen Fürstenau streute die Klänge des Frohsinn in die Herzen der Närrinnen und Narren (Foto: Ankum-Online.de)

Doch wie in allen Tagen dieses ungeschriebenen Brauches zuvor, scherte sich das närrische Volk auch diesjährig wenig um des Wirtes Wunsch. Eine volle Stunde verstrich in aller Stille, bevor erster Späher in bunten Gewändern, oft mit Masken sogar, das Gasthaus betraten, verweilten oder wieder als Kundschafter entwichen. Noch mal zwei Stunden dauerte es gar, bis sich der zum kleinen Saal und um eine zweite Theke erweiterte Schankraum, vollends mit vergnüglichen Gestalten und herrschaftlichen Leuten füllte.

Wirt Rudi Billenkamp und seine liebreizenden Helferinnen öffneten Hahn, Tür und das eigene närrische Herz, bis nahe der dritten Stunde des kommenden Tages. (Foto: Privat)

 

Von nun an aber wechselten die närrischen Kohorten stetig oder hielten sich standhaft an Tischen oder dem Thekenrand, wohl gehalten auch von den Künsten eines aus dem nahen Fürstenau stammenden Musikanten, welcher am Pult der Technik sitzend, die Klänge des Frohsinns in alle Herzen streute. So ist es gebührlich, mit „ Jens Grave" auch seinen Namen zu nennen und ihn zu rühmen.Wie im Bild (oben!) zu sehen, gibt es auch für närrische Damen stets etwas zu flüstern (Foto: Privat)

 

Nicht minder rühmlich ist gewiss, dass Wirt Rudi Billenkamp selbst, hervorragend bestärkt durch das Tun seiner liebreizenden Helferinnen, noch bis in die Früh – nahe der dritten Stunde des kommenden Tages – Hahn und Tür, wie auch das eigene närrische Herz offen hielt.

Allein seine Gattin wurde vom Volk der Narren schmerzlich vermisst. Sie hütete im stillen Hinterraum zwei noch sehr kleine Sprösslinge der edlen Wirtsfamilie, denen bislang noch die Narrenreife fehlt. Den Zwillingen Merle und Felix und auch ihrer jetzt schon großen(!) Schwester, galt aber bereits manches Prosit und „Ankum Helau" dieser langen Rosenmontagnacht im Hotel Billenkamp.

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> Die Homepage des Hotel Billenkamp

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