125 Jahre Ankumer Handwerkerball

Sie kamen sehr gern und gut gelaunt zum 125. Handwerkerball: v.l. Bürgermeister Ferdinand Borgmann, Präses Pastor Bernd Heuermann, Markus Heitmann - Vorsitzender der Ankumer KolpingsfamilieDen Ball über zwei Weltkriege hinweg von Generation zu Generation weiter gegeben

Ankum. (fr) In den ersten Monaten des Jahres 1885 dachte wohl niemand daran, dass der neu erfundene Ankumer Handwerkerball 125 Jahre überdauern würde. Viel zu schwierig waren die damaligen und dann auch noch viele der späteren Jahre. Doch Ankums Handwerker hielten über viele Generationen fest an der wachsenden Tradition und feierten in der vergangenen Nacht mit Bedacht das sehr ehrenwerte Jubiläum.

Zu Beginn, als sich an den Tischen im Saal Düker schon rund 150 Gäste versammelt hatten, richtete Michael Burlage als scheidender Altmeister der Fuerseuker in seinem Grußwort den Dank vor allem an die Alt-Fuerseuker, die unverändert mit dem Handwerkerball verbunden bleiben und auch in diesem Jahr wieder zu tatkräftigen Unterstützern wurden. Den Fuerseukern gebührt vor allem die Anerkennung für den neuen Erfolg des Ankumer Handwerkerballs: v.l. Kolping-Senior Martin Brinkmann, Lademeister Gerd Thyen und Altmeister Michael BurlageMit Freude begrüßte er unter den zahlreichen Gästen auch Ankums Bürgermeister Borgmann sowie den Präses der Ankumer Kolpingsfamilie, Pastor Bernd Heuermann.

Markus Heitmann erinnerte als Vorsitzender der Kolpingsfamilie in seinem Rückblick einerseits an die christliche Tradition des Handwerkerballs, die auch im Festspruch: „Gott segne das ehrbare Handwerk" erkennbar wird, sowie auch an jene Jahre jüngerer Zeit, in welcher der Handwerkerball nicht immer den gewünschten Zuspruch erfuhr. Dankenswerter Weise sind diese Jahre neuerlich überstanden, wie sich an den wieder dicht besetzten Tischen zählen ließ. Ein Erfolg, der vor allem den Fuerseukern zu danken sei.

Mit dem Ehrentanz des Kolpingsseniors Martin Brinkmann mit Gattin Eva wurde der Ankumer Handwerkerball eröffnet.Ferdinand Borgmann griff als Bürgermeister der Gemeinde Ankum gleich darauf weit in die Geschichte der Ursprünge des Ankumer Handwerkerballs zurück und beschrieb in kurzen Worten, wie sich dieser Ball aus der Auflösung der Gesellen-Pflege-Kasse (Krankenlade) für das Dorf Ankum und Umgebung entwickelte.
In vielen danach kommenden schweren Jahren seien die Gewänder der Gäste des Handwerkerballs gewiss oft ärmlicher als heute gewesen. Es sei beeindruckend und bemerkenswert, dass die Tradition des Handwerkerballs trotz vieler schwieriger Jahre und über die Zeiten zweier Weltkriege hinweg, von Generation zu Generation weiter gegeben wurde. Er wünschte sich, dass sich diese Weitergabe über die Generationen fortsetzt und der Handwerkerball ein fester Termin in der Liste Ankumer Feste bleibt. Auch sie gehört schon mit zur Tradition des Ankumer Handwerkerballs: Die Tanzband "Blue Monday"Mit besonderem Dank wandte sich der Bürgermeister zuletzt an die Ankumer Kolpingsfamilie, die sich in besonderer Weise für den Erhalt des Handwerkerballs einsetzt. Ein Fass Bier als Zeichen der Anerkennung hatte er als Vertreter der Gemeinde Ankum gleich mitgebracht.

Mit dem Ehrentanz des Seniors der Kolpingsfamilie, Martin Brinkmann mit Gattin Eva, wurde gleich darauf der 125. Ankumer Handwerkerball auch formal eröffnet und wenige Minuten später drängten sich bereits viele Tanzpaare auf der Tanzfläche vor der Bühne, auf welcher auch in diesem Jahr wieder die Tanzband „Blue Monday" aufspielte. Es ist und bleibt der Ball der Handwerker. Hier charmant vor Ort das KFZ-Handwerk mit Gudrun und Heiner BerlingAuch diesen Musikern gebührt mittlerweile eine besondere Nennung in der wieder erfolgreichen Geschichte des winterlichen und stets bis in die Morgenstunden dauernden Festes.

So war auch gestrig selbst zur spät nächtlichen Zeit, die Uhr der St. Nikolaus-Kirche schlug bereits die erste sonntägliche Stunde und Gerd Thyen hatte als Lademeister längst schon den Altmeister Michael Burlage verabschiedet, ein Ende des 125. Handwerkerballs nicht abzusehen. Die genaue Zahl der bis dahin erschienen Gäste war da selbst unter Zuhilfenahme des seit 125 Jahren gepflegten Gästebuches nicht mehr exakt nachzuvollziehen. „Gefühlte" 250 mögen es gewesen sein.

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